Allgemein

Kein Platz für Menschenfeindlichkeit

15. März 2018 Allgemein

Rede bei den Inter­na­tio­na­len Wochen gegen Ras­sis­mus am 15. März 2018 am Regens­bur­ger Neu­pfarr­platz. Ich darf Ihnen und euch vie­le Grü­ße vom Stadt­ver­band der Regens­bur­ger Grü­nen aus­rich­ten. Für uns ist es sehr wich­tig, dass es hier in Regens­burg vie­le Men­schen gibt, die sich für Geflüch­te­te ein­set­zen. Dass es hier anti­fa­schis­ti­sche Orga­ni­sa­tio­nen gibt. Und dass wir hier heu­te ein Zei­chen set­zen gegen Ras­sis­mus und ande­re Men­schen­feind­lich­keit.

Gegen jeden Antisemitismus

20. Februar 2018 Allgemein

Der Anti­se­mi­tis­mus ist der Sozia­lis­mus der dum­men Kerls“, soll August Bebel, einer der Begrün­der der SPD ein­mal gesagt haben. Trotz­dem sahen Bebel und die frü­he Sozi­al­de­mo­kra­tie im Anti­se­mi­tis­mus ein gewis­ses revo­lu­tio­nä­res Poten­ti­al, das es in die rich­ti­ge Rich­tung zu len­ken gel­te. Die frü­he deut­sche Lin­ke bestand also nicht – wie das Zitat glau­ben machen könn­te – aus über­zeug­ten Anti-Antisemit*innen. Gleich­zei­tig ist die deut­sche Sozi­al­de­mo­kra­tie natür­lich auch nicht der Aus­gangs­punkt moder­nen Anti­se­mi­tis­mus. Die­ser liegt frü­her: Vor allem Kräf­te, die wir heu­tewei­ter­le­sen

Adolph Menzel: Eisenwalzwerk

Jenseits von Sehnsucht – zu Sigmar Gabriels „Sehnsucht nach Heimat“

20. Dezember 2017 Allgemein

Im Spie­gel vom 18. Dezem­ber 2017 ver­öf­fent­lich­te Sig­mar Gabri­el einen Besin­nungs­auf­satz  über die Zukunft der Sozi­al­de­mo­kra­tie, über Post­mo­der­ne und Ent­wur­ze­lung. Jakob Aug­stein bezeich­net ihn in sei­ner SpOn-Kolum­­ne als „klu­gen Essay“, allei­ne ja schon ein Grund zur Vor­sicht.  Und Gabri­el selbst spricht in sei­nem Auf­satz eini­ge grund­le­gen­de und rich­ti­ge Pro­ble­me an – aber den­noch hat er voll­kom­men unrecht. Denn der Weg aus dem Spät­ka­pi­ta­lis­mus ist nicht der zurück in eine – wie auch immer gear­te­te – Moder­ne. Eine Moder­ne der 50er-Jah­­re, in derwei­ter­le­sen

Wissen und Wissenschaft in Zeiten der Digitalisierung

16. Januar 2017 Allgemein

Was kann ich wis­sen?“ war eine der Grund­fra­gen, die Imma­nu­el Kant auf­ge­wor­fen hat. Schon ohne die Infor­ma­ti­ons­flut des World Wide Web war die Ant­wort dar­auf sei­ner­zeit hoch­kom­plex. In der Minu­te, in der Sie den ers­ten Absatz die­ses Tex­tes lesen, wer­den auf der Video­platt­form You­Tube400 Stun­den Video­ma­te­ri­al hoch­ge­la­den. Im Janu­ar 2016 wur­den in der Online-Enzy­k­lo­­pä­­die Wiki­pe­dia durch­schnitt­lich gan­ze 28.177 Arti­kel pro Tag erstellt. Allein die deutsch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia ent­hält heu­te fast 2 Mil­lio­nen Arti­kel. Viel mehr, als jeder von uns jemals lesen könn­te. Und auch vorwei­ter­le­sen

Die Selbstzerstörung der Aufklärung

18. August 2016 Allgemein

Die­sen Text will ich mit einem Kom­men­tar aus den taz-Leser­­kom­­men­­ta­­ren ein­lei­ten, der mir ges­tern Mor­gen unter die Augen fuhr: „toxi­sches Männ­lich­keits­ide­al und auch Frauenfeindlichkeit,glauben sie zu sehen… :)hat­ten sie schon Ihren ers­ten Freund ?“. In dem dazu­ge­hö­ri­gen Arti­kel ging es eigent­lich dar­um, dass männ­li­chen Syn­chron­schwim­mern kei­ne Teil­nah­me an den olym­pi­schen Spie­len gestat­tet ist – ein The­ma, das mich jetzt zuge­ge­ben nur äußerst peri­pher inter­es­siert. Einer Frau, die in der Kom­men­tar­spal­te dem Arti­kel bei­pflich­tet und dahin­ter rich­ti­ger­wei­se gesell­schaft­li­che Rol­len­kli­schees sieht, diewei­ter­le­sen