Grüne stimmen gegen Kürzungen in der Jugendhilfe

In der Sit­zung des Jugend­hil­fe­aus­schus­ses am 28. Okto­ber 2020 stimm­te die grü­ne Stadt­rats­frak­ti­on gegen die geplan­ten Kür­zun­gen im Jugend­hil­fe­be­reich von fast 13 Pro­zent. „Gera­de die Jugend­hil­fe ist ein Bereich, in dem wir nicht spa­ren dür­fen“, so Stad­rä­tin The­re­sa Eber­lein. Dass hier an etli­chen Stel­len die Sanie­rung und Erwei­te­rung von Kitas, Spiel­plät­zen und Jugend­zen­tren hin­ten­an­ste­hen müs­sen, zeu­ge von der fal­schen Prio­ri­tä­ten­set­zung der grau­en Stadtratskoalition.

In der Sit­zung zeig­te sich Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ste­fan Chris­toph ent­täuscht von den Kür­zun­gen bei der Jugend­hil­fe und begrün­de­te dem­entspre­chend die Ableh­nung der Grü­nen für die­sen Teil des Inves­ti­ti­ons­pro­gramms. „Wenn im Jugend­hil­fe­be­reich gespart wird, wer­den das Pos­ten sein, die an ande­rer Stel­le irgend­wo wie­der auf­schla­gen: in Berei­chen wie psy­chi­sche Gesund­heit der Kin­der und Jugend­li­chen, öffent­li­che Sicher­heit oder bei der Erwerbs­tä­tig­keit von Frauen.“

Bei der Frei­ga­be der Zuschüs­se an den Stadt­ju­gend­ring ent­wi­ckel­te sich eine Debat­te um das inklu­si­ve Gar­ten­pro­jekt im Stad­t­os­ten und des­sen Wei­ter­fi­nan­zie­rung. Dabei zeig­te sich, dass eine exter­ne Finan­zie­rung des Pro­jekts unter Umstän­den mög­lich sei, jedoch auf töner­nen Füßen ste­he. Die anwe­sen­den Vertreter*innen des Stadt­ju­gend­rings mach­ten klar, dass es unter den gege­be­nen Vor­aus­set­zun­gen die Wei­ter­be­schäf­ti­gung der Pro­jekt­lei­tung unab­ding­bar sei. Unser Antrag, dass die Stadt daher wei­te­re 10.000 Euro zur Finan­zie­rung der Pro­jekt­stel­le zusa­gen möge, wur­de am Ende lei­der gegen die Stim­men von Det­lef Stau­de (Sport­ju­gend), Jakob Friedl (Ribisl) und unse­rem Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Ste­fan Chris­toph abgelehnt.