Grüne wollen Kommunen krisensicher machen und Klimainvestitionen fördern

16. Juli 2020 Allgemein

Beim ers­ten digi­ta­len Par­tei­tag der baye­ri­schen Grü­nen am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de ver­ab­schie­de­te die Par­tei einen Antrag des Regens­bur­ger Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ste­fan Schmidt zur Finan­zie­rung der Kom­mu­nen in Coro­na- und Kli­ma­kri­se mit gro­ßer Mehr­heit. Auch die grü­ne Stadt­rats­frak­ti­on steht hin­ter sei­nen Ideen zur Finan­zie­rung der Kom­mu­nen.

Unse­ren Kom­mu­nen kommt eine Schlüs­sel­rol­le für die Her­aus­for­de­run­gen der Zukunft zu”, so Ste­fan Schmidt, Spre­cher für Kom­mu­nal­fi­nan­zen der grü­nen Bun­des­tags­frak­ti­on. „Sie sichern die Daseins­vor­sor­ge der Men­schen, orga­ni­sie­ren die Gesund­heits­ver­sor­gung in der Pan­de­mie und haben eine wich­ti­ge Rol­le zur Bewäl­ti­gung der Kli­ma­kri­se.“ Um das sicher­stel­len zu kön­nen, müs­sen Bund und Län­der die vor­her­seh­ba­ren Gewer­be­steu­er­aus­fäl­le kom­pen­sie­ren, und zwar nicht nur für 2020. Auch kom­mu­na­le Unter­neh­men müss­ten unein­ge­schränk­ten Zugang zu staat­li­chen Hilfs­pro­gram­men bekom­men, so der Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te, „denn sie stel­len den Men­schen unver­zicht­ba­re Infra­struk­tur zur Ver­fü­gung wie öffent­li­chen Nah­ver­kehr, Bäder oder Kul­tur­ein­rich­tun­gen.“

Die Finan­zie­rung der Kom­mu­nen muss dau­er­haft gesi­chert wer­den“, schließt sich Maria Simon, Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de im Regens­bur­ger Stadt­rat an. „Denn hier vor Ort wird die Kli­ma­kri­se gemeis­tert. In den nächs­ten Jah­ren wer­den wir gro­ße Inves­ti­tio­nen in Kli­ma­schutz­pro­jek­te ste­cken müs­sen, wenn wir das Ziel der Kli­ma­neu­tra­li­tät errei­chen wol­len.“ Das for­de­re jedoch auch Mut von­sei­ten der Stadt­spit­ze. „Wenn wir dem im ver­gan­ge­nen Jahr beschlos­se­nen Kli­ma­vor­be­halt nun mit Leben fül­len wol­len, dann müs­sen wir kon­se­quent kli­ma­freund­li­che Lösun­gen bevor­zu­gen. In den ers­ten Mona­ten der grau­en Koali­ti­on war das bis­lang lei­der nicht immer der Fall.“

Hoff­nung für mehr Inves­ti­tio­nen in Kli­ma­schutz und Inno­va­ti­on macht sich Grü­nen-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der Ste­fan Chris­toph vor allem auch auf euro­päi­scher Ebe­ne: „Der­zeit wird dort der mit­tel­fris­ti­ge Finan­zah­men der EU für die kom­men­den Jah­re ver­ab­schie­det. Meh­re­re euro­päi­sche Städ­te for­dern in den Ver­hand­lun­gen, För­der­pro­gram­me für Kom­mu­nen auf­zu­sto­cken und mehr auf Nach­hal­tig­keit und Kli­ma­schutz aus­zu­rich­ten.“ Von die­sen Pro­gram­men könn­ten Städ­te wie Regens­burg pro­fi­tie­ren, wenn sie sich ernst­haft auf den Weg Rich­tung Kli­ma­neu­tra­li­tät machen wol­len. Gemein­sam mit der stell­ver­tre­ten­den Bun­des­vor­sit­zen­den der Grü­nen, Jami­la Schä­fer, hat er daher das The­ma im Antrag zum digi­ta­len Par­tei­tag der baye­ri­schen Grü­nen ein­ge­bracht. In der Stadt­rats­sit­zung kom­men­den Don­ners­tag erhof­fen sich die Grü­nen eine Zustim­mung zu ihrem Antrag, sich dem euro­päi­schen Städ­te­bünd­nis anzu­schlie­ßen, das mehr För­de­rung für Kli­ma­schutz und Nach­hal­tig­keit in Kom­mu­nen for­dert.